Datensicherheit als größter Handlungsbedarf bei der Einführung von Industrie 4.0

Datensicherheit als größter Handlungsbedarf bei der Einführung von Industrie 4.0

Waldachtal, 20170914

Einer Erhebung von fischer Consulting zufolge besitzen 75 Prozent der befragten Großkonzerne bereits eine Digitalisierungsstrategie. Diese wird in vielen Einzelprojekten in den Unternehmen umgesetzt. Als mit Abstand dringendsten Handlungsbedarf bei der Einführung von Industrie 4.0 sehen die Befragten das Datenmanagement und die Datensicherheit.

fischer Consulting, ein Beratungsunternehmen des weltweit tätigen Befestigungsspezialisten fischer im Nordschwarzwald, befragte Führungskräfte aus über 40 Unternehmen aus den Branchen Automotive, Bau, Handel sowie Maschinen- und Anlagenbau.  Es zeigten sich je nach Branche und Firmengröße deutliche Unterschiede bei der Einführung der Digitalisierungsaktivitäten. „In vielen Unternehmen sind Digitalisierungsprojekte geplant oder bereits in der Umsetzung. Jedoch besitzt ein weitaus kleinerer Anteil eine entsprechende Strategie“, sagt Christoph Holtze, Geschäftsführer der fischer Consulting. Der größte Aufholbedarf hinsichtlich Industrie 4.0 besteht laut der Umfrage bei Unternehmen, die dem Mittelstand angehören.

 

Insgesamt gaben 30 Prozent aller Teilnehmer an, eine Strategie für Industrie 4.0 zu besitzen. Diese kommt laut der Befragung überwiegend in den Fertigungs- und Logistikbereichen sowie in der Entwicklung von smarten Produkten zum Einsatz. Bei 39 Prozent der Interviewpartner sind einzelne Industrie-4.0-Projekte bereits in Umsetzung. 70 Prozent befinden sich noch in der Analyse- oder Konzeptphase.

 

Bei der Einführung von Industrie 4.0 gaben 57 Prozent an, eine Hochschule oder ein Institut zurate ziehen zu wollen. 48 Prozent trauen sich zu, Industrie 4.0 eigenständig in der Firma zu etablieren.

 

Dringende Handlungsfelder sind laut der Studie die Datensicherheit, die Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Einführung von Industrie-Standards. Als größte Hürden beschrieben die Befragten eine fehlende Digitalisierungsstrategie, zu wenig vorhandenes Fachwissen und eine bestehende Unklarheit über den wirtschaftlichen Nutzen.

 

Ein wichtiger Faktor zur Einführung von Digitalisierungsaktivitäten sind schlanke Prozesse mittels Lean Management. Dies wird in Form von etablierten kontinuierlichen Verbesserungsprozessen in den Unternehmen nahezu flächendeckend eingesetzt. Lediglich fünf Prozent gaben an, kein Lean Management zu haben. Hier lag der Schwerpunkt in der Baubranche, wo Lean Management und Industrie 4.0 weniger etabliert sind.

 

Die Ergebnisse der Befragung decken sich mit den aktuellen Anforderungen an die fischer Consulting: Die dort ansässige Lean Akademie begleitet verstärkt Unternehmen auf dem Weg in die Digitalisierung.